Wer selbst Handelssysteme entwickelt weiß sicher genau, wie zeitaufwendig und zum Teil frustrierend es sein kann, den langen Weg von einer Idee bis zum fertigen Setup im positiven Fall oder dem Verwurf der Idee im negativen Fall zu gehen. Eines der Hauptprobleme ist es aus meiner Sicht, die Setups für den Markteintritt so zu gestalten, dass sie auch in Backtests mit langen Kurshistorien und sehr vielen verschiedenen Marktszenarien bestehen können.Ergänzend zu den eigentlichen Handelsregeln werden deshalb einige Filterregeln eingefügt, die den Markteintritt in bestimmten Situationen unterbinden, um die Fehlerrate und den DrawDown zu reduzieren.
Die folgenden vier Indikatoren helfen diese Filterregeln zu formulieren und biete dabei vor allen eine gute visuelle Unterstützung. Bei der Entwicklung dieser Indikatoren stand die flexible Konfiguration im Vordergrund, die beliebige Zeitebenen abdeckt und dabei trotzdem wenig Rechenlast verursacht.Für alle vier Indikatoren gelten die folgenden Konfigurationsmöglichkeiten. Erwähnt werden sollte noch, dass zur Reduzierung der Rechenlast bei der Berechnung von Indikatoren wann immer es möglich ist, auf exponentielle Glättungsverfahren zurückgegriffen wird. Zwei Beispiele sind Trend- und Volatilitätsfilter. In beiden Fällen wird an Stelle der arithmetischen Durchschnittsberechnung eine exponentielle Berechnungen durchgeführt, die mit zwei Operationen, unabhängig von der Berechnungsperiode, an Stelle von n-Operationen bei einer Berechnungsperiode n auskommen.
Wahl der Zeitebene
An erster Stelle der Benutzereingaben steht eine Auswahlliste zur Wahl der Zeitebene. Damit kann gesteuert werden, mit welchen Kursdaten die Indikatoren berechnet werden sollen, ganz unabhängig von der Konfiguration des Basischarts. Sie können aus Minuten, Stunden, Tagen oder Wochen auswählen. Damit können die Indikatoren also mit Kursdaten der genannten zeitlichen Auflösung berechnet werden. Ein gleitender Durchschnitt basierend auf Tagesschlusskursen, der in einem beliebigen Intraday Chart dargestellt werden soll, lässt sich so ganz leicht realisieren.
Wahl der Zeiteinheiten je Berechnungsperiode
Mit der nächsten Option, der Auswahl einer Anzahl von Zeit- oder Kalendereinheiten wird es noch interessanter. Für die ausgewählte Zeitebene, zum Beispiel Stunden können Sie hier eine Anzahl einstellen, die zu jeweils einer Periode kumuliert werden sollen. Damit lassen sich Perioden von 4 Stunden oder 23 Minuten oder 3 Tagen realisieren. Sicher wissen Sie, dass es die gleichen Möglichkeiten zur Konfiguration der Tradesignal Charts im Menü Periode bereits gibt. Der Unterschied ist, dass die hier definierten Perioden als Berechnungsbasis für die vier Indikatoren, im Hintergrund eingelesen werden und völlig unabhängig von der Konfiguration der Basischarts sind. Außerdem geht die Einstellung über die beiden Eingabefelder wesentlich schneller von der Hand, als über den genannten Dialog im Menü Periode.